World of Warcraft Legion: Revolution bei den Nachtelfen?

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In der kommenden WoW-Erweiterung Legion wird es wohl großen Aufruhr vor allem im Volk der Nachtelfen geben: Illidan lebt und wechselt mit seinen Dämonenjägern zur guten Seite, und Maiev Schattensang ist ebenfalls wieder da und führt dunkles im Schilde. Illidan dürfte den meisten ja hinreichend bekannt sein. Zur Maiev ein kurzer Überblick:

Maiev Schattensang (Maiev Shadowsong)

Maiev war ursprünglich eine Priesterin Elunes. Aber schon während des Kriegs der Ahnen zeigte sich ihr enormer Ehrgeiz, eine hohe Postition einzunehmen. So betrachtete sie die kürzlich ernannte neue Hohepriesterin Tyrande eher herablassend, nach Tyrandes Entführung versuchte sie sich selbst als Hohepriesterin durchzusetzen. Nach Illidans Verurteilung wegen der Neuerschaffung des Brunnens der Ewigkeit und den damit zusammenhängenden (versuchter) Mord an einigen Nachtelfen, darunter auch Jarod Schattensang (Maievs jüngerer Bruder), meldete sie sich freiwillig Illidans Bewachung zu übernehmen. 10.000 Jahre lang tat sie dies gemeinsam mit ihren Wächtern, bis Tyrande Illidan während der Rückkehr der Brennenden Legion befreite. Schlussendlich wurde Illidan in die Scherbenwelt verbannt. Maiev folgte ihm mit einem Kontingent ihrer überlebenden Wächter. Sie wurden jedoch überwältigt und Maiev war ab dem Zeitpunkt Illidans Gefangene. Als eine Gruppe Helden Illidan schließlich mit ihrer Hilfe erschlug (so dachten wir zumindest), war Maievs Jagd letzendlich vorbei und sie verlor den Sinn in ihrem Leben. Mittlerweile wissen wir, das Maiev Illidans Körper in einen gigantischen Kristall sperrte, aus dem Gul’Dan ihn befreien wird.                                                                                                                               Zu Beginn des Kataklysmus versuchte Maiev sich wieder in die Nachtelfengemeinschaft einzugliedern. Sie bildete eine neue Gruppe Wächter aus und unterstellte sich slebst Tyrandes Kommando. Doch auch einige der verbliebenen Hochgeborenen wollten wieder ein Teil der Nachtelfen werden. Zeitgleich wurde den Worgen auf Teldrassil Zuflucht gewährt. Während Maiev die Worgen lediglich als Tiere einstufte, war sie erbost über die Rückkehr der Hochgeborenen. So ermordete sie mit ihren Wächtern einzelne Hochgeborene auf grausame Art und Weise. Schlussendlich wurde sie von ihrem eigenen Bruder als Mörderin entlarvt. Jarod konnte oder wollte seine Schwester aber nicht töten, und so verschwand Maiev.

Heute wissen wir wohin…

Das langlebige Volk der Nachtelfen hat insgesamt in den letzten 10.000 Jahren viele Umbrüche erlebt. Zuerst wurden sie von ihrer innig geliebten Königin Azshara und ihren Hochgeborenen verraten. Als Anführerin des Volkes wurde die Hohepriesterin Tyrande bestimmt, zusammen mit Malfurion Sturmgrimm. Illidans Versuch, einen neuen Brunnen der Ewigkeit zu erschaffen, verurteilten sie scharf, da sie darin den Quell ihres Unglücks sahen. Kurz gesagt, die Struktur der Nachtelfengesellschaft wurde völlig umgekrempelt. Und gerade langlebige Völker tun sich besonders schwer mit Veränderungen, insbesondere solch gravierenden. Nach der Vernichtung Nordrassils, der neuen Heimat der Nachtelfen, verloren diese nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Unsterblichkeit. Viele der Nachtelfen versuchten daher, ihre Unsterblichkeit zurückzuerlangen. Fandral Hirschhaupt versuchte die alte Pracht der Nachtelfen wiederzubeleben, und zwar in Form eines neuen Weltenbaums: Teldrassil. Diesem fehlte jedoch der Segen der großen Drachenaspekte Alexstrasza, Ysera und insbesondere Nozdormu. Diese verweigerten ihren Segen aufgrund der anmaßenden Arroganz der Nachtelfen, dies stünde ihnen zu. Meiner Meinung nach haben die Aspekte genau richtig gehandelt. Also hatten die Nachtelfen zwar wieder ein (Blätter-)Dach überm Kopf, aber nicht wieder ihre Unsterblichkeit.

Zudem mussten sie sich mit den jüngeren Völkern herumschlagen. Auch wenn die Nachtelfen mit ihnen (erfolgreich) im Krieg der Ahnen zusammen gekämpft haben, sahen viele Nachtelfen immer noch auf die „niederen Völker“ herab. Ich persönlich hatte als Spieler öfter das Gefühl, das viele Nachtelfen auf mich herabsehen würden. Dank der Horde verloren die Nachtelfen sogar Teilgebiete ihres Territoriums. Insbesondere mit den Orks kam es häufig zu Scharmützeln über die Ressourcen im Eschental. Das Orks und Nachtelfen als nicht Gut-Freund sind ist nachvollziehbar. Der Konflikt eskalierte zu Beginn des Kataklysmus. Die Anspannung und auch Aggressivität der Nachtelfen der Horde, insbesondere den Ork gegenüber, wuchs stetig weiter. Auffällig ist das besonders bei der Anführerin der Nachtelfen, Hohepriesterin Tyrande Wisperwind, zu erkennen.

Im Krieg der Ahnen und auch bis zum Kataklysmus zeichnete sich Tyrande in erster Linie durch ihre Güte, Weisheit und ihre starke Verbindung zu Elune aus. Aber spätestens im Laufe des Pandariafeldzugs setzte sich immer mehr die Kriegerin durch. (Zur Info: Die Priesterinnen der Elune erhielten sowohl eine geistliche als auch eine kriegerische Ausbildung.) Bei der Belagerung des Chi-Ji-Tempels wollte Tyrande mit ihrer Streitmacht schlichtweg einen Frontalangriff starten, was viele Tote auf beiden (!) Seiten bedeutet hätte.  Zum Glück zeigte sich Varian Wrynn besonnener und tüfelte mit einer kleinen Gruppe Helden einen Plan aus, die Streitmacht der Orks zu schwächen ohne viel Verluste hinnehmen zu müssen. (MoP-Szenario: Ein wenig Geduld)

Doch spätestens bei der Gerichtsverhandlung von Garrosh Höllschrei, wo Tyrande als Anklägerin agierte, wurde ihr aggressives Naturell der Horde und besonders den Orks gegenüber deutlich. Sie bediente sich vieler Halbwahrheiten, um den Geschworenen (die viel himmlischen Erhabenen) die brutale Natur der Orks deutlich zu machen. Für nach hat sie damit vor allem selbst an Ansehen eingebüßt. Sie zeigte Visionen, die zeitlich jedoch genau abgestimmt waren, um nur die schlimmste Seite der Horde darzustellen, ein Gesamtbild vermied sie. Sie schreckte auch nicht davor zurück ihren Gegenspieler, der zum Verteidiger berufene Baine Bluthuf, in Misskredit zu bringen um die Todesstrafe für Garrosh durchzusetzen. Auch emotionale Verletzungen ihrer Verbündeten nahm sie billigend in Kauf. Das hatte für mich nichts mehr mit der ruhigen, besonnenen Tyrande zu tun die ich zuvor in der Warcraft-Geschichte kennengelernt habe. Sie wurde mir immer unsymphatischer und unglaubwürdiger.

Vielleicht sieht das ja ein Teil der Nachtelfen ebenso? Das bezweifle ich jedoch. Fast schon wie bei Azshara hängen die Nachtelfen an ihrer Hohepriesterin. Lediglich Malfurion betrachten einige (darunter auch Druiden) mit Skepsis. Vor allem seine Entscheidung betreffen, den Nachelfen die Unsterblichkeit nicht wieder zu geben, nachdem die Aspekte schließlich doch ihren Segen für Teldrassil gegeben haben.

Und was wird geschehen, wenn Illidan zurückkehrt, diesmal als Verbündeter? Langlebige Völker sind im Allgemeinen dafür bekannt, lange gehegten Groll aufzugeben und neue Ansichten/Freundschaften zuzulassen. Illidan hat ohnehin einen schweren Stand bei seinem Volk. Und außerdem, wie werden Tyrande und Malfurion reagieren? Beide haben Illidan niemals wirklich gehasst, konnten seinen Ansichten nicht zustimmen und mussten seine Handlungen stoppen. Ich könnte mir vorstellen das zwischen den dreien schnell die alte Dreiecksgeschichte wieder auflebt. Ich hoffe allerdings, das die beiden Brüder nicht wieder um Tyrande buhlen. Vielmehr wünsche ich mir für die Brüder eine Versöhnung, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Ich hoffe nur es kommt zu keiner Dreierbeziehung.

Und was ist mit den Nachtelfen im Allgemeinen? Insgesamt haben sie zweimal ihre Heimat verloren, eine komplette Umstrukturierung ihrer Gesellschaft war nicht zu verhindern. Ihre Unsterblichkeit verloren sie unwiderruflich, die Hochgeborenen wurden wieder in die Gesellschaft integriert und jetzt soll auch noch der Verräter selbst (wahrscheinlich der meistgehasste Bösewicht bei den Nachtelfen) mit offenen Armen empfangt werden? Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber für mich schreit das nach einer Revolution oder zumindest einer Revolte. Insbesondere da Tyrande immer mehr Züge ihrer verhassten Vorgängerin Azshara anzunehmen scheint. Es wird Zeit, das sich bei den Nachtelfen was ändert!

Ich hoffe nur das Illidan nicht nur versuchen wird, Tyrandes Herz zu gewinnen. Das schlimmste Szenario für mich wäre, wenn Malfurion sterben würde und Tyrande sich dann an Illidan ranhängt. Oder gar eine Dreierbeziehung. Nein, ich wünsche den Brüdern eine Versöhnung, und Tyrande soll sich verziehen. Oder zumindest einen ordentlichen Schuss vorm Bug kriegen. Ich habe das Gefühl sie wird immer dämonischer. Vielleicht tut mir Blizzard ja den Gefallen und lässt sie zur bösen Seite wechseln damit wir sie umhauen können? 😉

Was meint ihr dazu?

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